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Dritte Festplatte in Linux-Rechner einbauen
Eigentlich ganz einfach...
Die dritte Festplatte als Master einbauen und am zweiten IDE-Bus anschließen, dazu sind die entsprechenden Jumper zu setzen, wie das geht steht bestimmt auf der Festplatte selbst oder im Internet, z.B. beim Hersteller. Man sollte nie zu stolz sein das eigene Jumpergefummel kritisch zu prüfen..
Wenn alles festgeschraubt und angeschlossen ist, kann der Computer gestartet werden. Im BIOS sollte alles was mit Festplattenerkennung zu tun hat auf AUTO stehen, dann dürfte es keine Probleme geben. Die BIOS-Einstellungen gehen leider nicht über SSH, da müssen wieder der Monitor und die Tastatur angeschlossen werden.
Wenn im BIOS alles richtig eingestellt ist kann der Computer gestartet werden.
Sobald Linux sich meldet und der root sich angemeldet hat, kann es mit der Festplatteneinrichtung losgehen.
Ein Ausschnitt aus der Datei /var/log/messages.log
Feb 21 21:01:36 bigserv SIS5513: SiS 962/963 MuTIOL IDE UDMA133
controller
Feb 21 21:01:36 bigserv ide0: BM-DMA at 0xff00-0xff07, BIOS
settings: hda:DMA, hdb:DMA
Feb 21 21:01:36 bigserv ide1: BM-DMA at 0xff08-0xff0f, BIOS
settings: hdc:DMA, hdd:DMA
Feb 21 21:01:36 bigserv hda: SAMSUNG SP0802N, ATA DISK drive
Feb 21 21:01:36 bigserv hdb: SAMSUNG SP0802N, ATA DISK drive
Feb 21 21:01:36 bigserv ide0 at 0x1f0-0x1f7,0x3f6 on irq 14
Feb 21 21:01:36 bigserv hdc: SAMSUNG SP2514N, ATA DISK drive
Feb 21 21:01:36 bigserv ide1 at 0x170-0x177,0x376 on irq 15
Feb 21 21:01:36 bigserv hda: max request size: 512KiB
Feb 21 21:01:36 bigserv hda: 156368016 sectors (80060 MB) w/2048KiB
Cache, CHS=16383/255/63, UDMA(133)
Feb 21 21:01:36 bigserv hda: cache flushes supported
Feb 21 21:01:36 bigserv hda: hda1 hda2 hda3
Feb 21 21:01:36 bigserv hdb: max request size: 512KiB
Feb 21 21:01:36 bigserv hdb: 156368016 sectors (80060 MB) w/2048KiB
Cache, CHS=16383/255/63, UDMA(133)
Feb 21 21:01:36 bigserv hdb: cache flushes supported
Feb 21 21:01:36 bigserv hdb: hdb1 hdb2
Feb 21 21:01:36 bigserv hdc: max request size: 512KiB
Feb 21 21:01:36 bigserv hdc: 488397168 sectors (250059 MB) w/8192KiB
Cache, CHS=30401/255/63, UDMA(133)
Feb 21 21:01:36 bigserv hdc: cache flushes supported
Feb 21 21:01:36 bigserv hdc: unknown partition table
Es gibt demnach drei Festplatten, die hda, die hdb und die hdc, die letztere ist offensichtlich noch etwas roh.
Zuerst partitionieren, dazu das Programm fdisk aufrufen:
[root@bigserv ~]# fdisk
Aufruf: fdisk [-l] [-b SSZ] [-u] Gerät
Zum Beispiel: fdisk /dev/hda (die erste IDE-Festplatte)
oder: fdisk /dev/sdc (die dritte SCSI-Festplatte)
oder: fdisk /dev/eda (die erste PS/2 ESDI-Festplatte)
oder: fdisk /dev/rd/c0d0
oder: fdisk /dev/ida/c0d0 (RAID-Festplatten)
...
[root@bigserv ~]#
Nochmal nach diesem Muster:
[root@bigserv ~]# fdisk /dev/hdc
Das Gerät enthält weder eine gültige DOS-Partitionstabelle,
noch einen »Sun«, »SGI« oder »OSF disklabel«
Erstelle neue DOS-Bootsektoren. Die Änderungen werden vorerst
nur im Speicher
gemacht, bis Sie sich entscheiden, sie zu schreiben. Danach ist
natürlich der
vorherige Inhalt unrettbar verloren.
Die Anzahl der Zylinder für diese Platte ist auf 30401 gesetzt.
Daran ist nichts verkehrt, aber das ist größer als 1024 und
kann
in bestimmten Konfigurationen Probleme hervorrufen mit:
1) Software, die zum Bootzeitpunkt läuft (z. B. ältere LILO-Versionen)
2) Boot- und Partitionierungssoftware anderer Betriebssysteme
(z. B. DOS FDISK, OS/2 FDISK)
Warnung: Schreiben wird ungültiges Flag 0x0000 in Part.-tabelle
4 korrigieren
Befehl (m für Hilfe):
Befehl (m für Hilfe): m
Befehl Bedeutung
a (De)Aktivieren des bootfähig-Flags
b »bsd disklabel« bearbeiten
c (De)Aktivieren des DOS Kompatibilitätsflags
d Eine Partition löschen
l Die bekannten Dateisystemtypen anzeigen
m Dieses Menü anzeigen
n Eine neue Partition anlegen
o Eine neue leere DOS Partitionstabelle anlegen
p Die Partitionstabelle anzeigen
q Ende ohne Speichern der Änderungen
s Einen neuen leeren »Sun disklabel« anlegen
t Den Dateisystemtyp einer Partition ändern
u Die Einheit für die Anzeige/Eingabe ändern
v Die Partitionstabelle überprüfen
w Die Tabelle auf die Festplatte schreiben und das Programm
beenden
x Zusätzliche Funktionen (nur für Experten)
Ich entscheide mich für n eine neue Partition anlegen, ich werde nur eine Partition auf dieser Festplatte einrichten.
Befehl (m für Hilfe): n
Befehl Aktion
e Erweiterte
p Primäre Partition (1-4)
Eine primäre Partition müßte in diesem Fall passen. Also p
p
Partitionsnummer (1-4):
Partitionsnummer (1-4): 1
Erster Zylinder (1-30401, Vorgabe: 1):
Erster Zylinder (1-30401, Vorgabe: 1): 1
Letzter Zylinder oder +Größe, +GrößeK oder +GrößeM (1-30401,
Vorgabe: 30401):
Letzter Zylinder oder +Größe, +GrößeK oder +GrößeM (1-30401,
Vorgabe: 30401): 30401
Befehl (m für Hilfe):
Dabei ist nicht viel passiert, es hat nur ein kurzes Geräusch gegeben, ich sehe mir das Ergebnis mit p an.
Befehl (m für Hilfe): p
Platte /dev/hdc: 250.0 GByte, 250059350016 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 30401 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes
Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System
/dev/hdc1 1 30401 244196001 83 Linux
Befehl (m für Hilfe):
Es ist eine einzige recht große Partition entstanden, ich vermute einfach, daß es das war, ich verlasse das Programm fdisk.
Das geht nicht mit q sondern mit w sonst würde die Partition nicht auf die Platte geschrieben, sie befindet sich derzeit noch als Entwurf im Speicher.
Befehl (m für Hilfe): w
Die Partitionstabelle wurde verändert!
Rufe ioctl() um Partitionstabelle neu einzulesen.
Synchronisiere Platten.
[root@bigserv ~]#
fdisk ist beendet jetzt wird formatiert, das geht mit mkfs.
[root@bigserv ~]# mkfs.ext3 /dev/hdc1
mke2fs 1.39 (29-May-2006)
Dateisystem-Label=
OS-Typ: Linux
Blockgröße=4096 (log=2)
Fragmentgröße=4096 (log=2)
30539776 Inodes, 61049000 Blöcke
3052450 Blöcke (5.00%) reserviert für den Superuser
erster Datenblock=0
Maximum filesystem blocks=62914560
1864 Blockgruppen
32768 Blöcke pro Gruppe, 32768 Fragmente pro Gruppe
16384 Inodes pro Gruppe
Superblock-Sicherungskopien gespeichert in den Blöcken:
32768, 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632,
2654208,
4096000, 7962624, 11239424, 20480000, 23887872
Nach einiger Zeit sieht das so aus:
Schreibe Inode-Tabellen: erledigt
Erstelle Journal (32768 Blöcke): erledigt
Schreibe Superblöcke und Dateisystem-Accountinginformationen:
erledigt
Das Dateisystem wird automatisch alle 37 Mounts bzw. alle 180
Tage überprüft,
je nachdem, was zuerst eintritt. Veränderbar mit tune2fs -c oder
-t .
[root@bigserv ~]#
Ab hier stellt sich die Frage wo der Speicherplatz angesprochen werden soll, auch eine ganze große Festplatte ist unter linux nur ein Verzeichnis.
Ich habe ein Verzeichnis /home/bigserver/video dort werde ich die neue Festplatte einhängen bzw. mounten:
[root@bigserv ~]# mount /dev/hdc1 /home/bigserver/video
[root@bigserv ~]#
Es gab keine Fehlermeldung, das scheint geklappt zu haben.
Damit das mounten automatisch geht muß noch eine Zeile in die /etc/fstab eingetragen werden:
#
# /etc/fstab: static file system information
#
# <file system> <dir> <type> <options>
<dump> <pass>
none /dev/pts devpts defaults 0 0
none /dev/shm tmpfs defaults 0 0
/dev/cdrom /mnt/cd iso9660 ro,user,noauto,unhide 0 0
/dev/dvd /mnt/dvd udf ro,user,noauto,unhide 0 0
/dev/fd0 /mnt/fl vfat user,noauto 0 0
/dev/hda3 / ext3 defaults 0 1
/dev/hda1 /boot ext2 defaults 0 1
/dev/hda2 swap swap defaults 0 0
/dev/hdb1 /home/birgit/backup1 ext3 defaults 0 1
/dev/hdb2 /home/michael/backup2 ext3 defaults 0 1
/dev/hdc1 /home/bigserver/video ext3 defaults 0 1
Die letzte Zeile bezieht sich auf die neu eingebaute Festplatte.
Der Speicherplatz kann angezeigt werden mit df -h
[root@bigserv etc]# df -h
Dateisystem Größe Benut Verf Ben% Eingehängt auf
/dev/hda3 74G 63G 7,3G 90% /
none 122M 0 122M 0% /dev/shm
/dev/hda1 38M 13M 24M 36% /boot
/dev/hdb1 37G 18G 18G 51% /home/birgit/backup1
/dev/hdb2 37G 24G 12G 68% /home/michael/backup2
/dev/hdc1 230G 189M 218G 1% /home/bigserver/video
[root@bigserv etc]#
Irgendwie sind da schon 12 GB weg, entweder für Verwaltungsaufgaben oder weil eine so riesige Partition mit großen Sektoren arbeitet und kleine Dateien deshalb übermäßig viel Platz beanspruchen, erstmal bleibt das so.
21.02.2007