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Linux Videorecorder mit Technisat AirStar 2 für DVB T
Startseite Videorecorder Konfigurationsdateien /etc/rc.conf /etc/lighttpd/lighttpd.conf Fertigstellen
Hardware: Athlon XP 2800+ mit 2083 MHz auf PC-Chips M851LU mit eingebautem Netzwerkanschluß. Dieser Computer kann auch eine andere Bezeichnung haben, es muß aber ein i686 sein, weil sonst Arch Linux nicht geht. Alles was Celeron oder Pentium 3 oder Duron oder besser Sempron bzw. Athlon ist, geht. AMD K6 geht nicht, Pentium MMX geht nicht.
RAM 256 MB, Festplatte 40 GB weil die gerade zur Hand war. CD Laufwerk nur für die Grundinstallation. Diskettenlaufwerk ist überflüssig.
Eine eingebaute DVBT PCI-Karte AirStar 2 von Technisat.
Eine DVB-T geeignete Antenne. Die Antenne ist fast wichtiger als alles andere, wenn der Empfang nicht geht, muß nicht die sonstige Hard- oder Software schuld sein. Eine aktive Zimmerantenne kann ausreichen, muß aber nicht, am besten wäre die gute alte Dipol-Dachantenne mit Richtwirkung und Gewinn.
Es wird davon berichtet, daß 400 MHz ausreichen würden, das habe ich nicht ausprobiert, 1 GHz soll reichen, ich habe derzeit 2 GHz, ich bin mir auch nicht sicher ob manche Aussetzer möglicherweise doch von zu wenig Leistung des Computers kommen. Der eigentlich als DVB-T Videorecorder vorgesehene Duron mit ca. 1000 MHz hat mit Windows XP und der Airstar 2 viele Probleme bereitet, der Athlon XP 2800+ mit Windows XP und Airstar 2 war durchaus zu gebrauchen.
Zwischenfrage mit Antwort: Warum dann das Linux-Gefummel wenn doch schon was mit Windows gelaufen ist? Weil sich ein Windows-XP Computer nicht so flexibel fernsteuern läßt und ich außerdem keine teure Lizenz für eine simple Video-Aufnahmemaschine verschwenden will.
Es schadet nicht, die grundsätzliche Möglichkeit des Empfangs an sich mit der Windows-Lösung auszuprobieren, eine AirStar 2 bekommt man mit ein wenig Software, diese ist aber nicht sehr zuverlässig, erst die 15 Euro teure Pro-Version ist zu empfehlen.
Monitor und Tastatur sind nur für die Installation des Betriebssystems und des SSH-Zugangs erforderlich und wenn wider Erwarten ein technisches Problem auftritt und der Video-Computer nicht mehr per SSH erreichbar sein sollte. Das ist wirklich wahr, wenn diese Installation durchgelaufen ist, dann ist das eine schwarze Kiste die irgendwo am Ende eines Netzwerkkabels in einer dunklen Abseite stehen und dennoch Fernsehprogramme aufzeichnen kann.
Software: Eine neue Arch Linux Basisinstallation, derzeit ist die Version 0.8 aktuell. Bisher habe ich immer mit der Version 0.7.2 ohne Probleme installiert, ein Versuch mit der relativ frischen Version 0.8 ergab ein Problem beim Bootloader, ich habe derzeit aber keine Lust da tiefer einzusteigen, ich würde die 0.7.2 empfehlen und bei Bedarf die Updates durchführen.
openssh, für den Zugang zum Video-Computer aus der Ferne.
Eine SSH Secure Shell für Windows gibt es dort zum Download,
oder dort: http://www.wintotal.de/softw/index.php?rb=17&id=949
Machen wir uns nichts vor, Windows wird als Daddeloberfläche und einfach weil es da ist noch einige Zeit nicht zu verdrängen sein. Je mehr man aber in Linux eindringt, desto sperriger kommt einem das Windows-System vor.
ethtool, um die Netzwerkkarte auf WakeUpOnLAN einstellen zu können.
mplayer, davon wird nur der Teil mit Namen mencoder gebraucht.
perl, um ein Webfrontend basteln zu können.
Ich habe eine schnell und schmutzig Lösung vorbereitet, die frei
verwendet werden darf. Zum Download: index.pl aufnahme.pl
aufnahme_ts
loeschen.pl
hilfe.pl
das sind Perl-Scripte die Webseiten erzeugen mit denen
sich eine User-Crontab ändern läßt und ein Shell-Script. Das
ist überwiegend von mir und daher nur sehr bescheiden, aber es
funktioniert doch. Das Shell-Script aufnahme_ts
ist durch eine Anregung aus dem Internet entstanden, das Original
findet man hier http://www.mszet.de/dvb.html
Irgendwann bemerkte ich aber, daß ich dieses Script kaum verwendet habe. Daher ist es derzeit nur der Vollständigkeit halber noch aufgeführt.
Einfache Textdateien lassen sich mit Mausklick rechts, Ziel speichern unter... herunterladen. Es erscheint nicht recht sinnvoll, so kleine Dateien auch noch zu packen.
lighttpd, ein Webserver für das Webfrontend. Wer sich auskennt kann auch den Apache nehmen, ich bin damit nicht zurecht gekommen. Der Webserver funktionierte, die Perl-Scripte ließen sich mit dem Apache nicht benutzen, man muß wissen wann Schluß ist.
samba, damit die normale Windows-Kiste die Videos auch abholen kann.
xinetd, für die Einrichtung von Samba mit SWAT, das ist ein Webfrontend.
ntp, damit die Zeit stimmt. Jedenfalls hat das mehr als ein Jahr lang nicht schlecht funktioniert, dann habe ich mal etwas im mencoder Handbuch gelesen und da steht, daß ein ntp-Daemon die Syncronisation von Bild und Ton stören kann, daher verwende ich jetzt keinen ntp-Daemon mehr, sondern stelle nur einmal am Tag die Uhr vermittels cron.
Einige Tools für den Umgang mit der DVBT Karte:
Dieses Paket kann mit Windows heruntergeladen werden, mit Samba läßt sich später auf der Linuxmaschine ein Verzeichnis freigeben auf das von Windows aus zugegriffen werden kann. In den üblichen Arch Linux Paketbeständen ist dieses Paket offenbar bis jetzt nicht enthalten. Es gibt einen Weg, wie jedes nur findbare Programm auch für Arch Linux einsetzbar ist, aber das war mir bisher zu mühsam, ich hatte bisher keine Lust, mich damit zu beschäftigen, es war einfach noch nicht nötig.
Dazu passende Links:
http://wiki.archlinux.de/?title=Kategorie:Paketverwaltung
http://wiki.archlinux.de/?title=Arch_Build_System
http://wiki.archlinux.de/?title=Pacman
Installation:
Computer mit eingelegter Arch Linux Installations-CD starten, das CD-Laufwerk muß als erstes Bootlaufwerk im BIOS eingestellt sein. Tastatur und Monitor sind angeschlossen und der Monitor ist eingeschaltet, demnach gibt es beim Startvorgang irgendein lesbares Ereignis...
Nach kuzer Zeit kommt der Bildschirm zur Ruhe, es steht ziemlich weit unten boot:
Returntaste drücken
Das erste Linux startet, wenn wieder Ruhe auf dem Bildschirm ist, dann eingeben km wie Keymap, dadurch erscheint eine Auswahl von verschiedenen Tastaturbelegungen, runterrollern bis i386-de-latin1-nodeadkeys, so in etwa, es ist ein längerer Eintrag, diesen auswählen und Bestätigen. Als nächstes wird ein Zeichensatz abgefragt, zum Glück gibt es die Auswahlmöglichkeit Skip, genau das, ein anderer Zeichensatz macht nur Ärger. Skip bedeutet Überspringen.
Jetzt sollte der Monitor wieder überwiegend schwarz sein. Eingeben ls, die Verzeichnisse erscheinen, eines davon nennt sich arch
Eingeben cd arch
Wieder ls eingeben, eine von den erscheinenden Dateien sollte den Namen setup haben.
Eingeben ./setup, dadurch startet die Installation von Arch Linux. Auch wenn ein Komma direkt hinter einem beschriebenen Befehl steht, wird dieser Befehl ohne Komma eingegeben. Schreiben ist leider kein rein technischer Vorgang.
Die Installation von Arch Linux ist auch auf meinen Seiten schon beschrieben worden, diese Einleitung zeigt nur, daß ich es gelernt habe, auch die allerersten Schritte einer Linux-Installation schon mit deutscher Tastaturbelegung gehen zu können.
Die Installation beginnt mit der Einrichtung der Festplatte, ich lasse das immer durch Auto-Prepare erledigen, ich wüßte nicht warum das anders gemacht werden sollte. Danach geht es weiter mit:
Select Packages, nur die Base-Packages müssen von CD installiert werden.
Install Packages
Configure System, ich würde den Editor nano nehmen.
Diese Einträge sollten in der Datei /etc/rc.conf vorgenommen werden:
LOCALE="de_DE" oder LOCALE="de_DE@euro"
TIMEZONE="Europe/Berlin"
KEYMAP="de-latin1-nodeadkeys"
HOSTNAME="linvideo" , der Name des zukünftigen Videorecorders.
Der Videorecorder bekommt eine feste IP-Adresse, hier der Ausschnitt aus der /etc/rc.conf:
# Note: to use DHCP, set your interface to be "dhcp"
(eth0="dhcp")
#
lo="lo 127.0.0.1"
eth0="eth0 192.168.0.62 netmask 255.255.255.0
broadcast 192.168.0.255"
#eth0="dhcp"
INTERFACES=(lo eth0)
#
# Routes to start at boot-up (in this order)
# Declare each route then list in ROUTES
# - prefix an entry in ROUTES with a ! to disable it
#
gateway="default gw 192.168.0.1"
ROUTES=(gateway)
#ROUTES=(!gateway)
Bei fester IP-Adresse muß in die /etc/resolv.conf was eingetragen werden. Ich habe da Nameserver meines DSL Anbieters eingetragen, diese Daten sollte demnach nicht jeder einfach übernehmen, sondern es sollten dann sozusagen die regional üblichen Nameserver eingetragen werden.
#
# /etc/resolv.conf
#
#search <yourdomain.tld>
#nameserver <ip>
nameserver 213.191.74.12
nameserver 213.191.74.18
nameserver 213.191.74.19
nameserver 213.191.92.84
# End of file
Es geht weiter mit:
Install Kernel, Kernel 2.6 ist richtig, oder auch alle Versionen die höher sind.
Install Bootloader, ich nehme GRUB, Installationsort ist /dev/hda
Bei neueren Installationen ist es sehr wahrscheinlich /dev/sda
Jetzt noch Exit Install und fertig.
Neustart durch die Eingabe von reboot, die CD hat ab jetzt ausgedient.
Linux sollte jetzt von der Festplatte starten, irgendwann erscheint die Aufforderung zum ersten Login, also ganz wenig Text und ein Wort davon ist login. An dieser Stelle eingeben root, kein Passwort eingeben, nur Returntaste.
Eingeben passwd, den Aufforderungen der Bildschirmausgabe entsprechende Eingaben durchführen, mit anderen Worten, zweimal das gleiche selbstausgedachte Passwort für den Benutzer und Systemverwalter root eingeben. Dieses Passwort darf man niemehr vergessen, das ist der Schlüssel zum System.
Abmelden vom System durch exit
Wieder Anmelden mit root und diesmal mit Passwort. Im angemeldeten Zustand das System ausschalten durch die Eingabe von: shutdown -h now , der Computer fährt auf der Stelle herunter, es dauert aber eine gewisse Zeit, je nach Geschwindigkeit der Maschine.
Zur Fortsetzung der Installation den Computer wieder starten und als root anmelden. Ein Netzwerkkabel muß angeschlossen sein, dieses Netzwerkkabel muß natürlich zu einem Netzwerk führen über das eine DSL Internetverbindung möglich ist.
Es ist aus dem Internet zu installieren:
openssh ethtool mplayer perl lighttpd samba xinetd ntp das geht jeweils mit pacman -S paketname, Beispiel: pacman -S openssh
Hinweis zu xinetd: Die Version xinetd-2.3.14-1.pkg.tar.gz hat einwandfrei funktioniert, die Version xinetd-2.3.14-2.pkg.tar.gz nicht, aber die erstere gibt es noch im Internet, z.B. hier:
http://distrib-coffee.ipsl.jussieu.fr/pub/linux/archlinux/archive/pkgs/0.7.2/os/i686/
Ein Benutzer mit Namen video muß angelegt werden. Das geht mit adduser. Englischkenntnisse sind schon wichtig...
Im Prinzip muß beim Anlegen dieses Benutzers alles einfach nur bestätigt werden. Der Benutzer bekommt auch ein Passwort, ich habe dafür auch video vorgesehen, die Wahl dieses Passwortes ist aber beliebig.
Durch das Anlegen eines Benutzers wird ein Homeverzeichnis erstellt, in diesem Fall /home/video.
Damit ist dann fast alles an Software aufgespielt, es geht weiter mit den Konfigurationsdateien.
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07.12.2007-24.06.2009